Termos Taten
Freitag, Juli 30, 2004
      ( Freitag, Juli 30, 2004 )  
Hier hat gerade eine Frau angerufen. Die wollte hier in der Redaktion kostenlos eine moderne Espresso-Kaffee-Automatenanlage aufstellen, damit wir die testen und dann drüber schreiben.

Ich sag ihr: "Ich weiß nicht, ob Sie mit einer Kaffeemaschine in Ostfriesland so gut ankommen." Sie sagt: "Der Automat kann auch Tee machen." Ich sage: "Mit Tee aus'm Automaten kommen Sie hier wahrscheinlich noch weniger an."

Dann wollte sie den Geschäftsführer sprechen.
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      ( Freitag, Juli 30, 2004 )  

Heute morgen stand ein Wagen mit Greifswalder Kennzeichen vor dem Verlag. Verdächtig...
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Donnerstag, Juli 29, 2004
      ( Donnerstag, Juli 29, 2004 )  
Es ist mal wieder ein ganz sonderbarer Tag. Zunächst versagte mein Blitzgerät auf der Babystation. Das war natürlich ein gefundenes Fressen für einen frischgebackenen Goßvater, der wenig später bei uns in der Geschäftsstelle stand, um eine Geburtsanzeige aufzugeben. Er war ganz offenbar froh darüber, mal wieder meckern zu dürfen: "Daar was net een van'd Bladdje in'd Krankenhus, de har gaar kien Blitzgerät d'bi."

Weiterhin kam hier heute mal wieder eine anonyme Postsendung an (die haben gerade Saison). Der Umschlag war vollgestopft mit einschlägigen Blättchen des äußeren rechten Spektrums. Fragt sich, was da jemand mit bezwecken will.

Aber es ist ja schon irgendwie erschreckend. Während man bei bei Klopapier-Niveau-Blättern wie der "National-Zeitung" oder "Nation und Europa" allein schon am Äußeren sieht, wessen Geistes Kind das ist, stecken bei der "Jungen Freiheit" offenbar halbwegs intelligente Köpfe dahinter. Da wird wird dann geschickt mit Halbwahrheiten gearbeitet und serös aussehen tut das Blatt auch.

Naja. Ich vertrau einfach mal darauf, das jeder mit gesundem Menschenverstand den Kram durchschaut. Lest lieber Rheiderland-Zeitung. "Wir wissen, das wir nichts wissen. Die ehrlichste Zeitung Deutschlands." Oder so ähnlich.

Aber was das schlimmste heute ist: Ich kann nicht aufhören, an Cocktails zu denken. Ich kann nicht...
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Mittwoch, Juli 28, 2004
      ( Mittwoch, Juli 28, 2004 )  
Das ist mein geliebtes Rheiderland: Gestern beschmieren Unbekannte die örtliche SPD-Zentrale und heute kommt eine anonyme Leserzuschrift, in der Barfußturnen als Heilmittel für die Probleme dieser Welt gepriesen wird.

Ich möchte fast sagen: Das passt beides ins gleiche Täterprofil, wobei das Profil wiederum auf fast jeden Ostfriesen passen könnte, frei nach Motto: "Ich langweile mich, also mache ich irgendwas Beklopptes."
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Dienstag, Juli 27, 2004
      ( Dienstag, Juli 27, 2004 )  
Als Journalist muss man erfinderisch sein. Das gilt für mich zur Zeit ganz besonders, auch wenn es im Moment nicht sonderlich viel mit meinem journalistischen Auftrag zu tun hat.

Um meinen Geisteszustand nicht noch weiter abbröckeln zu lassen, greife ich nämlich auf das Instrument der Autosuggestion zurück. Ich tu so, als hätte ich Urlaub. Um genau zu sein: Ich tu so, als wäre meine vierwöchige Vertretung in der Sportredaktion mein Urlaub. Mit allem drum und dran. Und einer Menge Spaß.

Ich lege halt ein bisschen die Füße hoch, trinke ein paar Cocktails auf der Arbeit und berichte nur über Surfen, Beachvolleyball und "Spiel ohne Grenzen". Mal schauen, wann der Chef was merkt.
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      ( Dienstag, Juli 27, 2004 )  

Mein Kollege brachte gerade eine wertvolle Teeweisheit hervor (hätte ich ihm gar nicht zugetraut):

"Besser der Chef im Urlaub als keine Sahne im Haus."

Allerdings ist die Lage gerade umgekehrt.
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Montag, Juli 26, 2004
      ( Montag, Juli 26, 2004 )  
Mutter hat mir angeblich ein "Snoop Dog"-T-Shirt gekauft.

WARUM?
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      ( Montag, Juli 26, 2004 )  

Na, wer sagt's denn. Immerhin ein 6. Platz bei der "Preisbloggen"-Wahl in der Kategorie "Erzählen" (wobei die Ränge 4, 5, und 6 sehr dicht beieinader liegen ;-) *räusper*) und ein Preis von der "Zeit". Danke.
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      ( Montag, Juli 26, 2004 )  

Der Kollege aus der Anzeigenabteilung stiefelte gerade in die Redaktion und erzählte irgendwas von "Huahi" und "Hiaho" und "Biene Maja" und ich habe mal wieder nicht begriffen, was er überhaupt hier wollte.
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Sonntag, Juli 25, 2004
      ( Sonntag, Juli 25, 2004 )  
Hilko war wieder nicht gut auf Joachim zu sprechen und rutsche ungeduldig auf ihn wartend mit einem Holzknüppel in der Hand auf seinem Stuhl herum.

Ich sag: "Hilko, bitte keine Gewaltexzesse."

Er war da ganz kulant: "Keine Angst, das geht ganz schnell."
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Samstag, Juli 24, 2004
      ( Samstag, Juli 24, 2004 )  
Ach ja, falls noch ein dusseliger Student meint, sich bei mir beklagen zu müssen, weil ihm so langweilig ist und er nix zu tun hat, dann soll er am besten gleich her kommen, um mir entweder einen Bült Arbeit abzunehmen oder sich seine Tracht Prügel abzuholen.
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      ( Samstag, Juli 24, 2004 )  

Mein Nachbar verabschiedete gerade seinen Sohn mit dem guten Rat: "Nicht mehr trinken, als mit Gewalt rein geht."
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      ( Samstag, Juli 24, 2004 )  

Mir träumte, ich sei Kapitän und versehentlich mit dem falschen Schiff losgefahren. Das war eigentlich ganz lustig, weil ich mir vor den misstrauischen Matrosen natürlich nicht die Blöße gab, das zuzugeben und immer so tat, als sei alles in Ordnung.

Naja, man gewöhnt sich in diesem Lande an die sonderbarsten Dinge. Sollte mich wundern, wenn das hier nicht tasächlich regelmäßig vorkommt.

Sowieso muss Ostfriesland sich immer mal wieder den Vorwurf gefallen lassen, dass es etwas Scheibenwelt-artig sei. Lässt sich mitunter nicht abstreiten. Im Moment durchläuft Ostfriesland mal wieder so eine Phase, wo etwas mit dem Fluss der Zeit nicht ganz in Ordnung ist. Beziehungsweise, wo etwas anders ist als sonst. Die Zeit wird ja schleßlich wissen, was sie tut.

Dem normalen in seinem Alltagsleben gefangenen Durchschnittsarbeitnehmer wird das allerdings kaum auffällen. Er ist höchstens nach der Arbeit etwas erschöpfter als sonst, weil er eigentlich 13 Stunden gearbeitet hat, obwohl auf der Uhr nur 8 Stunden vergangen sind. (In so einem Umfeld hat es natürlich überhaupt keinen Zweck, über die 40-Stunden-Woche zu reden.)

Aber wenn man ein wenig aufmerksam ist, dann fällt einem schon etwas auf. Das fängt bei klassischen Phänomenen an. Etwa, dass der Wecker quasi in dem Moment schon wieder klingelt, wo man sich ins Bett gelegt hat.

Aber auch größere Kaliber gibt es. Bestes Beispiel: Mein Kollege bei der Zeitung geht zu einem Termin und wird mit den Worten: "Oh, ein junger Kollege von der Rheiderland-Zeitung. Wie gehts denn dem Herrn Soundso?" Er konnte nur verwirrt antworten: "Junger Kollege? Ich bin schon seit 12 Jahren dabei und Herr Soundso ist schon seit 15 Jahren nicht mehr bei uns."

Und als Krönung ist mir heute morgen meine Armbanduhr am Arm zersprungen.
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Freitag, Juli 23, 2004
      ( Freitag, Juli 23, 2004 )  
Bescheid über Steuerrückzahlung bekommen. Könnte fast ein guter Tag sein heute.
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      ( Freitag, Juli 23, 2004 )  

Da zittere ich den ganzen Abend meinem freien Tag entgegen - und dann ist es heute gar nicht so schlimm.
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Mittwoch, Juli 21, 2004
      ( Mittwoch, Juli 21, 2004 )  
Der erste Preis bei der Tombola des diesjährigen Müggenmarkts in Jemgum ist: *Tusch*

Eine Bildungsreise mit der FDP nach Berlin.
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      ( Mittwoch, Juli 21, 2004 )  

Apropos: Die selbe Frau eben dieses Kollegen gab mir folgenden Tipp: Wenn abzusehen ist, dass der Kollege in Kürze übelst gelaut von einem Termin zurückkehren wird, dann legt man ihm am besten vorher ein paar Berliner auf den Schreibtisch. "Das beruhigt ihn manchmal," sagt sie.
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Dienstag, Juli 20, 2004
      ( Dienstag, Juli 20, 2004 )  
Ein Kollege teilte mir mit, seine Frau halte mich für so eine Art "bemitleidenswerte Kreatur".

"So wie Gollum", meinte er.
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Montag, Juli 19, 2004
      ( Montag, Juli 19, 2004 )  
So langsam aber sicher bin ich am Rande dessen angelangt, was man ruhigen Gewissens "geistig gesund" nennen kann. Da ist es nun so weit und ich bekomme irgendwie am Freitag außer der Reihe einen freien Tag, und nun habe ich tatsächlich ein ungutes Gefühl dabei...

Denn ich weiß nicht mehr, was ich mit so einem ganzen freien Tag anstellen soll. Geschweige denn mit dem vorhergehenden Donnerstagabend... (Außer, mich alleine zu betrinken, aber man muss ja nicht immer das gleiche machen.)
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      ( Montag, Juli 19, 2004 )  

Sonderbar, sonderbar.

Ostfriesische Jugendliche vertreiben sich heutzuage offenbar die Zeit damit, in organsierten Aktionen zeltende katholische Kindergruppen in der Diaspora zu "überfallen", um ihnen ihre "Fahne" abzunehmen. Oder zumindest, um so zu tun.

Ich bin begeistert.
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Sonntag, Juli 18, 2004
      ( Sonntag, Juli 18, 2004 )  
Habe hier gerade einer Pressemitteilung einer hiesigen Partei in die Finger bekommen, die die Rückkehr zur alten Rechtschreibung fordert. Zitat: "Wir sehen keine guten Argumente, die gegen die Rückkehr sprechen. Die Schulbücher können von den Schülern unter Anleitung ihrer Lehrer handschriftlich geändert werden. Dabei lernen sie wahrscheinlich mehr, als im normalen Unterricht..."

Schüler, macht euch auf was gefasst...
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      ( Sonntag, Juli 18, 2004 )  

Nina feierte gestern ihren Geburtstag. Ich schenkte ihr Kinnertön-Zutaten. Das veranlasste Moritz gleich wieder dazu, zu befüchten, Nina wäre schwanger. Genau wie damals, als ich ihm Babywäsche zum Geburtstag geschenkt hatte...
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Samstag, Juli 17, 2004
      ( Samstag, Juli 17, 2004 )  
Vadder vermutete heute, dass ich irgendein Getränk über seinen alten Musikschrank, den er mir ja leihweise überließ, geschüttet hätte.

Kruiden, meinte er. Und im Suff. Wahrscheinlich, weil ich die Anlage aufheitern wollte, da sie nur so traurige Musik spielte.

Vadder braucht eindeutig wieder einen Vogel.

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Freitag, Juli 16, 2004
      ( Freitag, Juli 16, 2004 )  
Hannes war heute ganz fasziniert von einem Computerspiel, dass er auf Harms selbstgebasteltem Videospielautomaten entdeckte: "Snacks'n Jackson".

Ich hab's nicht ganz begriffen, aber in dem Level, den ich gesehen habe ("Breakfast"), konnte man einen Clown steuern, beziehungsweise seinen unglaublich langen und beweglichen Hals. Damit musste man einerseits die diversen durch die Luft driftenden Lebensmittel einfangen, andererseits verhindern, dass die eigene Clownsnase aus dem Fenster flog.

Hannes bekundete, dass er dafür seinerzeit sogar Geld bezahlt hätte.

Frieso meinte derweil, "er" hätte genauso Überlänge, wie der Film, den er zu gucken gedachte, Harald glänzte mit Scheißhausparolen und Groene teilte mit, dass Annas Mantel "anna Garderobe" hing.
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Donnerstag, Juli 15, 2004
      ( Donnerstag, Juli 15, 2004 )  
Ich war heute Berichterstatter vom Gericht. Das verhandelte Delikt: Fischwilderei. Sowas gibts nur bei der Rheiderland-Zeitung.

Am schönsten ist es vor Gericht immer, wenn der Staatsanwalt mit ernster Miene und Paragraphen-Zitier-Tonfall Schimpfwörter herunterbeten muss: "...und schließlich bedachte der Angeklagte den Geschädigten mit Worten wie 'Schwuler', 'Arschloch' und 'Wixer'..."
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Mittwoch, Juli 14, 2004
      ( Mittwoch, Juli 14, 2004 )  
Eigentlich wollten wir heute mit der verbliebenen Rumpfredaktion geschlossen Blutspenden gehen. Zum Sommerloch stopfen. So was in der Richtung wie "Rheiderland-Zeitung rettet Menschenleben" oder so.

Der Sport-Kollege nahm die ganze Sache allerdings von Anfang an nicht ernst und hatte bereits andere Pläne. Und der Interims-Urlaubs-Chef machte kurz vorher einen Rückzieher. Der war von der aktuellen Schaubude so geschafft. Und ich alter Sanguiniker stand dann da und wusste nicht, wohin damit. Ich gehe doch nicht alleine bluten.

Naja, wir haben schon einen neuen Termin ins Auge gefasst. Hat jemand sonst noch Ideen für ein paar Heldenhafte Aktionen, die wir bringen könnten?
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Dienstag, Juli 13, 2004
      ( Dienstag, Juli 13, 2004 )  
Ich denke, es gelingt langsam, genug Leute für die IQ-Show zu begeistern. Wenn die Jungs von der Produktionsfirma richtig auswählen, dann bekommen die eine richtig coole Ostfriesen-Mannschaft zusammen. Hauptsache: Keine Pfahlsitzer dazwischen.

Himmel! Vielleicht bin ich am Ende überflüssig...
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      ( Dienstag, Juli 13, 2004 )  

So. Auf vielfachen Wunsch habe ich nun eine Art "Best of" von Termos Taten eingerichtet. Naja, es ist wahrscheinlich weniger ein "Best of", als einfach eine Art Querschnitt der letzten (fast) drei Jahre.

Schauts euch an. Alteingesessene Leser können ja Bescheid sagen, falls sie was vermissen oder ihnen was zu viel ist.
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Montag, Juli 12, 2004
      ( Montag, Juli 12, 2004 )  
Ich habe da jetzt noch mal eine Weile drüber nachgedacht, also über diese dusselige Fernsehsendung, wo sich der Termo vorhin spontan beworben hat: "Der Große IQ-Test". Da wollen die unter anderem Ostfriesen haben. 25 Exemplare.

Eigentlich habe ich nur gedacht, dass es eine nette Geschichte für die Zeitung sei. Im Sommerloch, das heute spontan über uns hereingebrochen ist, bin ich ja für alles zu haben. Im Laufe des Gesprächs mit dem netten Herren von der Produktionsfirma, der wegen der Unkosten eigentlich nur Ostfriesen aus der Nähe von Köln (!) haben wollte, entschloss ich mich, da auch mitzumachen, falls die mich wollen.

Er war ganz ungläubig. "Den ganzen Weg wollen Sie herkommen, obwohl Sie nur 50 Euro Unkostenerstattung bekommen?" Naja, ich wollte halt nicht, dass mein Ostfriesland da unter Umständen mit einer zweitklassigen Truppe antreten muss, nur weil sich um Köln herum (!) nicht genügend Ostfriesen finden.

Jedenfalls machte ich mich ein wenig interessant, erzählte ihm ein Paar Döntjes und gab ihm den Ostfriesen, der er haben wollte (interessanterweise brauchte ich mich dafür nicht sonderlich zu verstellen). Immerhin konnte ich ihm glaubhaft machen, dass ein ostfriesischer Wahlspruch eben jener sei: "Wir sind nicht die Schlausten, aber wir sind die Lustigsten." In diesem speziellen Fall mag das sogar stimmen.

Aber was soll ich sagen? Nur eine halbe Stunde später kam eine Mail, in der man mir mitteilte, man könne mir eventuell mehr Aufwandsentschädigung zahlen und vielleicht sogar ein Hotelzimmer stellen, falls ich genommen würde. Merke: Sei der Ostfriese, der du bist, und du wirst es weit bringen.
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      ( Montag, Juli 12, 2004 )  

Habe die Nominierungsphase beim Preisbloggen überstanden. Also: Stimmt für mich!
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      ( Montag, Juli 12, 2004 )  

Hier hab ich mich beworben und ich will, das IHR das auch tut.

Und zwar frei nach dem Motto: Wir sind nicht die Schlauesten, aber wir sind die Lustigsten.
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      ( Montag, Juli 12, 2004 )  

Mir ist aufgefallen: Die Konkurrenz benutzt (offenbar um eine verstärkte Berichterstattung aus unserem Kerngebiet vorzugaukeln) in letzter Zeit gerne den Ausdruck "im Landkreis Leer und im Rheiderland..."
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Sonntag, Juli 11, 2004
      ( Sonntag, Juli 11, 2004 )  
"Benji, komm her" - "Hier her, Benji!" - "Beeeenjiiii!" - "Komm her, Benji!" - "Benji, wo bist du?!" - "Kommst du wohl her, Benji!" - "Benji, komm zu Herrchen!" - "Benji! Komm jetzt her!" - "Benji, komm her!" - "Benji, komm her!" - "Benji, komm her!" - "Benji, komm her!" - "Benji, komm her!" - "Benji, komm her..."

Einschläfern! Hund oder Herrchen, das ist mir egal!
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Samstag, Juli 10, 2004
      ( Samstag, Juli 10, 2004 )  
Ich bin gestern Abend natürlich gleich ins erstbeste Fettnäpfen getreten, das sich mir anbot: Ich gratulierte jemandem zum Abitur, um anschließend zu erfahren, dass sie durchgerasselt war.
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      ( Samstag, Juli 10, 2004 )  

Ich kann ausschlafen morgen (heute) früh. Das erste mal seit Bochum.

Freude!
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Freitag, Juli 09, 2004
      ( Freitag, Juli 09, 2004 )  
So, als verständniserleichternde Grundinformation erläutere ich noch mal eben, wie sich mein Sommer dieses Jahr gestaltet:

Also, da wären zunächst einmal zwei "Wochen" Sommerurlaub. Allerdings liegen diese nicht beieinander, sondern eine war noch vor dem Sommeranfang im Juni und die andere ist Ende August. Beide "Wochen" sind zudem durch Arbeitseinsatz am unmittelbar davor liegenden Wochenende "kastriert".

Kommen wir zu der Zeit, die von diesen beiden Wochen eingefasst wird. Zwischen erstem Arbeitsantritt nach der 1. Woche und dem ersten Urlaubsantritt der 2. Woche liegen neun Wochen, in denen die Mannschaft durch den Urlaub der Kollegen geschwächt ist. An acht von den zugehörigen neun Wochenenden hatte/habe ich zudem Dienst.

Bedingt dadurch mussten und müssen noch einige von mir eingeplante oder erhoffte "Urlaubsersatzveranstaltungen", wie etwa das Hurricane, das Stiftungsfest meiner Verbindung, eine Silberhochzeit und andere lustige Dinge, für mich ausfallen oder wurden/werden grundlegend vermiest.

Worauf ich hinaus will: Meine Gemütslage schwankt zur Zeit (und bis auf weiteres) meist zwischen vollkommener Motivationslosigkeit und dem Wunsch, gepflegt Amok zu laufen. Daher bitte ich um Vorschläge, wann oder zu welchem Anlass in diesem Sommer sich so ein richtig schöner kleiner Amoklauf anbietet. So eine Gelegenheit will man ja nicht in einem sinnlosen Gemetzel unkoordiniert verpuffen lassen.

Ach ja: Ich wünsche allen da draußen, die Urlaub haben, einen SCHEIß-SOMMER! Und zwar mit STURM und REGEN und HAGEL! Und das auf der GANZN WELT! Damit niemand IN DIE SONNE FAHREN kann!

Huch, da wäre es jetzt fast passiert, mit dem Amoklauf. Aber ich halte mich zurück, bis ich ein paar nette Vorschläge habe.
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      ( Freitag, Juli 09, 2004 )  

Die letzten kleinen (Schaden-)Freuden im Leben: Der Landkreis sagte eine spontane hochnotwichtige Pressekonferenz ab, weil wir (ICH) die Geschichte schon einen Tag eher hatten. Der Pressemann vom Kreis war ganz verwirrt. Aber so ganz alleine für die Konkurrenz wollte man sich die Mühe einer Pressekonferenz dann doch nicht machen.
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Donnerstag, Juli 08, 2004
      ( Donnerstag, Juli 08, 2004 )  
Man dankte heute mir (beziehungsweise dem lieben Gott), dass ich so bekloppt bin.
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Mittwoch, Juli 07, 2004
      ( Mittwoch, Juli 07, 2004 )  
Ich war gerade (beruflich) auf der alljährlichen "Denkmalsfete", bei der sich die Schüler aus Leeraner Schulen am letzten Schultag auf dem Denkmalsplatz treffen, um zusammen gemütlich zu feiern (und dann gibt es noch jene, die nicht gemütlich feiern, sondern sich vollkommen abschießen und/oder Leute anpöbeln). Naja, die Denkmalsfete beginnt zwar am Denkmal, aber seit dem vergangenen Jahr hat sich eingebürgert, das Beisammensein rasch an den Hafen zu verlegen.

Worauf ich hinauswollte: Ich finde es erstaunlich, wieviele Leute ich beim Schlendern über den "Festplatz" entdecke, die ich tatsächlich noch kenne. Und noch erstaunlicher und zugleich erschreckend finde ich, wieviele mehr mich kennen, ohne dass sie mir bekannt sind.

Andere Sache: Wenn man auf so einer Feier mit einem Fotoapparat herumläuft, wird man alle Nase lang von Leuten in unterschiedlichem Zustand angehauen, sie zu knipsen. Am einfachsten wird man diese Leute wieder los, wenn man das dann auch einfach tut. Wenn man sich dann nach getaner Arbeit irgendwann seine Bilder ansieht, ist das immer sehr kurzweilig und reicht von "erheiternd" bis "erschreckend".
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      ( Mittwoch, Juli 07, 2004 )  

Die firmeneigene Industriekaffeemaschine ist kött. Termo, als Tee-Selbstversorger, hat natürlich eine diebische Freunde daran.

Vorhin in der Küche frage ich so in den Raum, wie man es denn, hinbekommen könne, so ein Ding kaputt zu kriegen. Wisse sie auch nicht, meint die Küchenfrau. "Aber einige können ja alles."

Und jetzt frage ich mich seit geraumer Zeit, ob das ein versteckter Vorwurf an mich gewesen ist.
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Dienstag, Juli 06, 2004
      ( Dienstag, Juli 06, 2004 )  
Wir erinnern uns? Termo beschwerte sich über und bei der Stadt Leer, wegen ihrer Kaffeesahne im Tee. Nun kam Tatsächlich eine Antwort:

"Die Stadt bietet ihren Gästen gern im Rahmen von Empfängen Tee an, gerade auch um Auswärtige mit der ostfriesischen Teekultur bekannt zu machen. Dazu gehört selbstverständlich auch das Teewulkje, das tatsächlich kaum mit Kaffeesahne gelingen kann.
Selbstverständlich schmeckt der Tee mit Teesahne auch besser als mit Kaffeesahne. Ihr Hinweis wurde an die zuständige Stelle weitergeleitet mit der Aufforderung, in Zukunft Teesahne zu verwenden."

Da bin ich ja mal gespannt. Ich werde das aufmerksam verfolgen.
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Montag, Juli 05, 2004
      ( Montag, Juli 05, 2004 )  
Bei sowas könnte ich jemanden würgen: Man wird zu einem Pressetermin geladen, der sich als Besprechung entpuppt, bei der die Presse dabei sein "darf". Dann zieht sich das zwei Stunden hin, man schreibt fleißig mit und ganz am Ende heißt es dann: "So, und hier haben wir das ganze mal in schriftlicher Form als Pressemitteilung für Sie vorbereitet..."
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Sonntag, Juli 04, 2004
      ( Sonntag, Juli 04, 2004 )  
Ich schätze, der Termo hat gerade beim firmeninternen EM-Tippspiel eine Stange Geld gewonnen...
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Samstag, Juli 03, 2004
      ( Samstag, Juli 03, 2004 )  
Ich vergaß den "Entertainer" zu erwähnen, der durch irgendwelche unglücklichen Umstände da gestern Abend aufgetreten ist. Der trug einen Anzug mit Kuhflecken und wunderte sich darüber, dass die Ostfriesen mit seinen schwäbischen und hannoverschen Volksliedern nicht hinterm Ofen hervorzulocken waren.
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      ( Samstag, Juli 03, 2004 )  

Ach ja. Gestern Abend war die Silberhochzeitsfeier von Onkel und Tante. Die Feier war von meiner Seite eigentlich als psychologischer Ausgleich zu meinem augenblicklichen Arbeitspensum geplant, da mir das Hurricane vergangenes Wochenende kurzfristig wegen der Arbeit ebenso unmöglich gemacht wurde wie das dieses Wochenende stattfindende Stiftungsfest meiner Verbindung. Von nennenswertem Urlaub in näherer Zunkunft brauchen wir gar nicht sprechen und zudem stehen in den kommenden Wochen noch mindestens fünf Wochenenddienste an. (Wow, ich wundere mich, wie ich mich jeden morgen wieder motiviere, aufzustehen. Ich bin ein Teufelskerl.)

Naja, wollte ich wenigstens auf der Hochzeit ein bisschen abschalten. Kurzfristig entschied man jedoch auf der Arbeit, dass ich heute Vormittag ja eigentlich auch noch eben zum Kreisparteitag der CDU hingehen könne. Also nix mit Entspannungs-Saufen auf der Hochzeit.

Ich jedoch trotzdem dahin, mit natürlich selten schlechter Laune. Vorgabe war: Maßvoll trinken und um 12 damit aufhören, um morgens halbwegs fit zu sein. Aber es war sowieso nicht so einfach, sich da zu betrinken. Weil da kaum jemand Kruiden trinken wollte. Nach der ersten Runde am "Tisch der jungen Leute" (wo mein Bruder Uke nicht sitzen durfte) haben da fast alle die Segel gestrichen. Nur der Freund von Verena, der hat immer mitgetrunken.

Verena, eine Kusine von meiner Kusine Neele, habe ich da zum ersten Mal seit 8 Jahren wieder gesehen. Hat sich kaum verändert, glücklicherweise. (Sie nannte mich später sonderbarerweise nur noch den "Kruidenmann".) Wie die andern Jungs und Mädels da mit Neele versippt sind, hab ich schon wieder vergessen. Aber die haben auch nur nach gutem Zureden dann mal ein halbes Schnäpschen mitgetrunken. Trotzdem nette Leute.

Neeles Freund war nicht ganz so zimperlich, aber das kann auch noch besser werden. Irgendwann habe ich mir jedenfalls eingeredet, dass ich gute Laune hatte. Das hat ganz gut funktioniert, ne Weile. Aber spätestens, als heute früh der Wecker ging, wars damit auch wieder vorbei.

So saß ich schließlich in Jübberde (Uke wollte gar nicht glauben, dass es einen Ort mit so einem Namen überhaupt gibt) bei der CDU. Immerhin hatte dieser Möllring, der Finanzminister, einen sehr trockenen und gemeinen Humor, der mir gefallen hat. Aber bei seinem Job muss man das in diesem Land wohl auch haben.

Eben gabs noch ein abschließende Kuchenessen bei Tante und Onkel. Weil Mutter gestern ihren teuren geerbten Ohrring im Festsaal verloren hatte, rief Tante Traute da noch mal an und siehe da: Man hatte tatsächlich einen Ohrring gefunden. Darauf Tante zu Mutter: "Daar faahrst du gliek hen un haalst de off un wenn dat dien nich is, denn nimmst du de trotzdem."
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Freitag, Juli 02, 2004
      ( Freitag, Juli 02, 2004 )  
Und noch ein gänzlich versautes Wochenende liegt vor mir. Aber wenn ich mir die Haare pink färbe, gehe ich vielleicht als unzurechnungsfähig durch und werde krankgeschrieben...
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Donnerstag, Juli 01, 2004
      ( Donnerstag, Juli 01, 2004 )  
Nominiert mich!
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Termos Taten -
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